Rudolf-Freudenberg-Preis 2023

Einen Sonderpreis für das „Zuverdienstkonzept“ haben die MutMacherMenschen gemeinnützige Genossenschaft aus Augsburg erhalten.

Die Bewerbung war insofern eine Besonderheit, da sie nicht den klassischen und geforderten Ausschreibungskriterien entsprach, aber dennoch die Jury mit einem innovativen und personenzentrierten Konzept zur Beschäftigung von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen überzeugt hat. Die Jury konnte deshalb zwar nicht den Hauptpreis für das Konzept vergeben, hat sich aber entschieden, in diesem Jahr einen Sonderpreis „Zuverdienstkonzept“ auszuloben.

Die Jury und die Freudenberg-Stiftung halten das Projekt der MutMacherMenschen als auszeichnungswürdig, da es vorbildlich zeigt, wie Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen auf allen Hierarchieebenen beteiligt und eingebunden werden können und über Zuverdienst berufliche Perspektiven entwickelt werden können. „Der Ansatz der MutMacherMenschen kann richtungsweisend und beispielgebend für andere Zuverdienstprojekte und -firmen sein und einen nachhaltigen und ganzheitlichen Beitrag zur Inklusion leisten.“

Preisverleihung

Ulrich Adloch, Ruth Häussler, Edith Almer, Simone Fischer

Grundsätzlich hält die Jury den praktizierten Ansatz für übertragbar auf andere Inklusions- und Zuverdienstunternehmen, womit dieses Kriterium der Ausschreibung erfüllt war und die Freudenberg Stiftung bereit war, diesen Sonderpreis mit 3000 € zu dotieren.

Die Preisverleihung fand am 22.05.23 innerhalb der bag if Jahrestagung in Stuttgart statt. Simone Fischer, Landesbehindertenbeauftragte BaWü, würdigte in ihrer Laudatio die Preisträger zu ihrem außergewöhnlichen Engagement für mehr Inklusion. Ulrich Adloch, Vorsitzender bag if überreichte den Preis an die Vorstände der MutMacherMenschen, Ruth Häussler und Edith Almer. Das Preisgeld wird in Jobticktes für die Mitarbeiter investiert.